Ein Restgewässer schlägt Wellen

Sachsen-Anhalts CDU will den umstrittenen Saalekanal unbedingt bauen – ihr Partner SPD ist dagegen

  • Von Hendrik Lasch
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Bau des Saalekanals ist faktisch passé, seit der Bundesverkehrsminister strenger aufs Geld schaut. In Sachsen-Anhalt könnte das Thema zu einem Koalitionskrach führen.

Der Gegenwind war zu stark: Weil sich gestern eine kräftige Brise dem Schlauchboot auf der Elbe entgegenzustellen drohte, sagte der BUND eine Informationsfahrt auf der Elbe zwischen Coswig und Roßlau ab. »Wir wären nicht vorangekommen«, sagt Iris Brunar vom Elbe-Projekt der Umweltorganisation, die sich nun bis Freitag in Geduld üben will. Dann soll ein neuer Anlauf für die Tour unternommen werden, bei der es um den Schutz von Elbe und Saale sowie die Verhinderung schädlicher Ausbaumaßnahmen gehen soll.

Elbe nur noch Nebenfluss

Gegenwind erleben Flussschützer wie Brunar derzeit indes nur auf dem Wasser. Politisch hat sich der Wind spürbar gedreht, seit Bundesverkehrsminister Peter Ram-sauer (CSU) kürzlich ein Papier zur Zukunft des Wasserstraßennetzes in Deutschland vorlegte. Dieses teilt Flüsse und Kanäle entsprechend ihrer Bedeutung für den Gütertransport in sechs Kategorien ein und sieht vor, Geld nur noch dort in den Ausbau zu...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.