Georg Ackermann, Singapur 19.05.2011 / Wirtschaft und Umwelt

Rennen um Strauss-Kahn-Nachfolge

Bei der Besetzung des IWF-Spitzenpostens spielen viele Kriterien eine Rolle

Der Druck auf den wegen Vergewaltigungsvorwürfen inhaftierten IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn, seinen Posten zu räumen, wächst. Auch US-Finanzminister Timothy Geithner fordert nun eine rasche Übergangslösung. Das internationale Rennen um die Nachfolge hat aber erst begonnen, zumal die Schwellenländer mit ihrer gewachsenen weltwirtschaftlichen Macht ein Wort mitzureden haben.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) geniest in Asien nicht den besten Ruf. Das hat weniger mit der Inhaftierung des gegenwärtigen Präsidenten Dominique Strauss-Kahn zu tun als mit dem Auftreten der IWF-Funktionäre während der asiatischen Finanzkrise 1997/98. Als oberlehrerhaft und arrogant betrachtet man die Herren der internationalen Finanzinstitution noch heute. Nicht besonders angeregt zeigen sich Asiens Führer bisher von der anstehenden Nachfolgedebatte. Mit einiger Wahrscheinlichkeit wird man einen Kandidaten der Schwellenländer unterstützen, gegen das Establishment.

Denn bisher ging der Chefposten des IWF immer an einen Europäer und Nordamerika bekam dafür die Führung der Weltbank. »Es ist höchste Zeit, dass wir uns von dieser überholten Praxis verabschieden, ließ Brasiliens Finanzminister Guido Mantega schon im April verlauten. »Die Köpfe der Bretton Woods-Institutionen sollen aus einem offenen und auf Leistung basierenden...

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