Volkmar Draeger 20.05.2011 / Berlin / Brandenburg

Radio in drei Dimensionen

ARD-Hauptstadtstudio zeigt ungewohnte Ansichten alter Rundfunkgeräte

In manche Exponate ist man auf Anhieb verliebt. Nora, Modell W3 L von 1930, ein Halbrund-Hochformat in dunklem Bakelitgehäuse, würde mit seiner fast jugendstilhaft verschlungenen Blume vor dem Verstärker noch heute jedem Wohnzimmer zur Zier gereichen. Und Modell 215 WL der AEG aus dem Jahr 1935, ein Dreiröhren-Einkreiser mit der Zusatzbezeichnung »Deutschlandmeister« und einer unten vorstehenden Skala, erinnert in seiner eleganten Gliederung beinah an ein Empire-Möbel. Sie beide und 28 weitere Rundfunk-Oldtimer kann man derzeit im ARD-Hauptstadtstudio bestaunen. Nicht die Geräte selbst, wohl aber dreidimensionale Ansichten, wie sie eine 3D-Brille ermöglicht. Von den wahren Abmaßen erhält man keinen Eindruck, etwa dem nur 18 Zentimeter hohen Metz-Baby, einem Röhren-Kofferradio von 1950, wohl aber von der Entwicklung einer Unterhaltungsindustrie, die noch vor dem Fernsehen und dem Internet unser Leben revolutioniert hat.

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