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Wohin führt Kubas Weg?

Eine Podiumsdiskussion widmet sich am Freitagabend ab 18 Uhr im Maschinenhaus den Reformen im sozialistischen Karibikstaat. Mit dabei sind Experten aus Deutschland, Europa – und aus Kuba.

Eine Podiumsdiskussion widmet sich den Reformen im sozialistischen Karibikstaat. Mit dabei sind Experten aus Deutschland, Europa – und aus Kuba

Der sechste Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas (PCC) sollte einen politischen Neuanfang markieren. Zwei Jahrzehnte nach den geopolitischen Umbrüchen von 1989 bis 1991 braucht der tropische Sozialismus zweifelsohne neue Impulse. Die Notwirtschaft der vergangenen zwei Jahrzehnte muss überwunden und das eigene Wirtschaftssystem nachhaltig überholt werden.

Die Chancen dafür stehen gut. Kuba ist heute in der lateinamerikanischen und karibischen Gemeinschaft voll integriert und liefert wichtige Impulse für eine emanzipatorische Politik. Nun sollen die innenpolitischen Probleme in Angriff genommen werden.

»Diese Revolution kann nur von innen zerstört werden«, hatte der nun von allen politischen Ämtern zurückgetretene Revolutionsführer Fidel Castro bereits Ende 2005 bei einer Rede in der Universität von Havanna gewarnt. Sein jüngerer Bruder und Amtsnachfolger Raúl Castro pflichtete ihm nun bei. Es müsse binnen weniger Jahre nicht nur gelingen, eine wirtschaftliche Effizienz zu erreichen. Auch sei eine neue politische Generation nötig. Beim kommenden Parteitag werde die »historische Generation« nicht mehr da sein, mahnte der 79-Jährige.

Grundlage für den innerkubanischen Reformprozess ist ein umfassendes Strategiepapier, dass seit einigen Monaten in den Betrieben und von Massenorganisationen debattiert wurde. Doch wohin entwickelt sich die Diskussion? Öffnet sich das Land dem Kapitalismus oder machen die Veränderungen den kubanischen Sozialismus fit für das 21. Jahrhundert?

Darüber diskutieren am Freitagabend ab 18 Uhr im Maschinenhaus der Chefredakteur der spanischen »Le Monde diplomatique«, Ignacio Ramonet, und der kubanische Journalist Enrique Ubieta mit dem Vorsitzenden des Netzwerks Kuba, Harri Grünberg, und dem Bundestagsabgeordneten der LINKEN, Wolfgang Gehrcke.

Moderiert wird die Veranstaltung von dem Deutschland-Korrespondenten der kubanischen Nachrichtenagentur Prensa Latina, Harald Neuber.

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion ist der argentinische Liedermacher Pablo Miró zu erleben.

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