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80 Jahre H. K.: Harald, nun bleib doch mal ganz ruhig!

Von Hans-Dieter Schütt

Nein, geht nicht. Ruhig geht wirklich nicht. Harald Kretzschmar, der heute achtzig wird, verfügt zwar über ein gewindeartiges Schleichen und Schlurfen, mit dem er sich scheinbar demütig und unbeholfen in Räume, ja – hineinschraubt, aber: Dahinter stecken Gewieftheit und Resolutheit und Zielbewusstheit eines Quirligen. Dieser Bursche mit der merkwürdigen Liebe zu Flanellhemden weiß, was er zu bieten hat. Ein Mann, der seit Jahrzehnten auf den Zeichenstrich geht – jenen Strich, auf dem die nacktesten aller Wahrheiten gehandelt werden. Die Kenntlichkeit nämlich. Die Wesensart. Kontur, die dich schonungslos erzählt.

Wirklich schonungslos? Nein, der Zeichner, Karikaturist, Porträtskizzenmeister, auch Plastiker Harald Kretzschmar legt klar, aber nie bloß. Seine Köpfe – ein grandioses Lebenswerk – sie flutschen ihm, aber sie rollen nicht. Also weiß er, dass er längst unmodern wurde, denn: Kennzeichen eines Charakters, Züge einer Erscheinung, F...


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