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Verbot mit vielen Löchern

Frankreichs Rechtsregierung hält sich bei Schiefergas alle Optionen offen

  • Von Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Erdöllobby konnte in Frankreich ein strenges Verbot einer umstrittenen Fördertechnologie verhindern.

Als die französische Regierung vor Wochen ankündigte, die Erkundung und Förderung von Schiefergas- und -ölvorkommen per Gesetz zu verbieten und bereits erteilte Genehmigungen zu annullieren, reagierten die Umweltverbände skeptisch. Das Misstrauen war angebracht, denn das Gesetz, das jetzt in der Nationalversammlung gegen die Stimmen von Sozialisten, Kommunisten und Grünen verabschiedet wurde, bleibt weit hinter den Erwartungen zurück. Es verbietet nur die Erkundung und Förderung mittels hydraulischer Aufspaltung. Bei dieser Methode wird zunächst senkrecht und später auf Höhe des öl- oder gashaltigen Gesteins waagerecht gebohrt. In die Bohrlöcher wird unter hohem Druck Wasser gepumpt, das mit Chemikalien und Sand versetzt ist. Dadurch wird das Gestein in viele kleine Wasseradern aufgebrochen und gibt so das eingeschlossene Gas oder Öl frei.

Das Gesetz schreibt den Ölkonzernen vor, in den nächsten Monaten detailliert darzulegen, welc...


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