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Islamophobie als Form des Fremdenhasses

Internationale Konferenz in London warnt vor Legitimationsideologie für Kriegseinsätze des Westens

  • Von Susann Witt-Stahl, London
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Ein neue Welle von Fremdenhass rollt über Europa: »Ein gefährliches Gift breitet sich aus. Die Situation ist sehr, sehr ernst«, so Chris Nineham, Mitgründer der britischen Antikriegskoalition (Stop the War Coalition) am Samstag auf einer internationalen Konferenz gegen Islamophobie in London.

Ninehams Organisation gehört zu den Initiatoren der Koalition gegen Islamophobie (Enough Coalition Against Islamophobia). Das Bündnis aus muslimischen Institutionen, Friedensgruppen, Antifaschisten und antikapitalistischen Linken hatte am Samstag in London zu einer Tagung geladen. Rund 300 Menschen – darunter auch Mitglieder jüdischer Organisationen und Sikhs, die eine Kampagne gegen die islamfeindliche English Defense League ins Leben gerufen haben – kamen in das Muslimische Zentrum, das der ältesten Moschee der Stadt in Whitechapel in Ost-London angegliedert ist.

»Islamophobie ist die Legitimationsideologie für die Kriegseinsätze des Westens in Irak und in Afghanistan«, erklärte John Rees, marxistischer Autor und langjähriger Antikriegsaktivist, die Hass-Propaganda gegen Muslime als Bestandteil der neoimperialistischen Agenda. Die historische Aufklärungs- und Emanzipationsmission könne ohne Meinungsfreiheit, ...


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