Karin Leukefeld, Damaskus 23.05.2011 / Ausland

Wächter der Heimat

Der Reformbedarf in Syrien ist offensichtlich, doch die Forderungen der Protestbewegung haben eine große Spannbreite

Seit Mitte März wird in Syrien in vielen Städten gegen das politischee System und die Regierung von Baschar al-Assad demonstriert. Nach Angaben von Menschenrechtsbeobachtern sind unter den seit Mitte März getöteten 900 Menschen auch rund 150 Polizisten und Soldaten. Auch am Wochenende gab es erneut Dutzende Tote zu beklagen. Die Meinungen über die Hintermänner der Proteste gehen im Land auseinander, die Regierung sieht bewaffnete Banden als Urheber.

»Wächter der Heimat, Friede sei mit euch, unser stolzes Volk wird sich nie unterjochen lassen.« Die ersten Zeilen der syrischen Nationalhymne sind kaum zu hören, die etwa zwei Dutzend junge Leute singen, während sie langsam die Al Salhiha hinunter gehen, eine der zentralen Einkaufsstraßen in Damaskus. Im Hintergrund tönt der abendliche Verkehr, die Salhiha ist von lautem Stimmengewirr erfüllt. Abenddämmerung liegt über Damaskus. Familien schlendern an den hell erleuchteten Schaufenstern vorbei, Straßenhändler bieten kleine Leckereien an, aus Musikgeschäften schallen die Lieder syrischer Popstars.

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