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Zabel lobt Berlin-Sieger

Prorace: Marcel Kittel gewinnt überlegen den Sprinter-Gipfel

Der 23-jährige Marcel Kittel hat überlegen den Berliner Sprinter-Gipfel gewonnen und höchstes Lob kassiert von Rennleiter Erik Zabel. Der Radprofi aus der niederländischen Skil-Shimano-Mannschaft gewann am Sonntag das Berliner Prorace im Rahmen der Breitensport-Veranstaltung Velothon auf der Straße des 17. Juni. Nach 182,2 Kilometer gab der gebürtige Arnstädter, der zuletzt vier Etappen bei den Vier Tagen von Dünkirchen gewann, dem Italiener Giacomo Nizzolo und dem Russen Alexej Markow im Massensprint das Nachsehen. 2000 Meter vor dem Ziel wurde eine sechsköpfige Ausreißergruppe gestellt.

Das Prorace, die erste Profirad-Veranstaltung auf Berliner Straßen seit elf Jahren, als die Deutschlandtour in der Hauptstadt gestartet wurde, soll in der Zukunft eine feste Institution werden. Die Zuschauer nahmen das Angebot an: Laut Polizeiangaben säumten bei hochsommerlichen Temperaturen rund 250 000 Zuschauer die Straßen in Berlin und Brandenburg. Vor den Berufsfahrern waren 13 000 Jedermann-Fahrer auf der Strecke.

»Das war heute wie eine Sightseeing-Tour durch Berlin. Als sich die Ausreißergruppe gebildet und bis zu sechs Minuten Vorsprung hatte, dachte ich: Das wird eng. Aber dann haben wir sie noch gekriegt und Roger Kluge und die anderen im Team haben mir den Sprint optimal vorbereitet - Ich wusste, dass ich gute Form habe«, sagte Kittel nach seinem sechsten Saisonsieg. »Sechs Sieg schon bis Mai - das ist herausragend», lobte Zabel den Thüringer.

Neun Fahrer hatten sich im Profirennen schon kurz nach dem Start am Brandenburger Tor vom Fahrerfeld abgesetzt. Von der deutschen Elite waren Andreas Klier und Marcus Burghardt neben dem ehemaligen Paris-Roubaix-Gewinner Stuart O'Grady (Australien). Aber im Finale schlug wie erwartet die Stunde der Sprinter. Der renommierteste Berlin-Starter, Zeitfahr-Olympiasieger und Weltmeister Fabian Cancellara aus der Schweiz, hatte sich in den Dienst Nizzolos gestellt. Dem Italiener fehlte zum Sieg aber über eine Radlänge.

Die Veranstalter der Hamburger Upsolut-Agentur haben viel vor. Der am Sonntag wiederbelebte Profiradsport soll eine Dauereinrichtung in der Hauptstadt werden und nach Vorbild des Berlin-Marathon sogar zur Tradition werden. Ihr im Ausland unbekanntes Produkt Breitensport plus Profiradsport will der Veranstalter exportieren. »Im nächsten Jahr wollen wir in England ein ähnliches Ereignis aufziehen«, sagte Kai Raab von Upsolut.

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