• Reise
  • 9. ND-Lesergeschichten-Wettbwerb

Potpourri von Lebensglück und Lebenslust

Zehn aus 139 – Sonderbeilage mit den von der Jury ausgewählten Lesergeschichten

Die Geschichten waren gelesen, die Sieger geehrt, die Erinnerungsfotos gemacht – kurzum, der 9. ND-Lesergeschichten-Wettbewerb war beendet – da stand eine der Besucherinnen der Abschlussveranstaltung auf und wollte wissen, ob es in diesem Jahr noch so einen Schreibwettbewerb gebe. Sie sei immer ganz begeistert von den Geschichten, die Woche für Woche im ND stünden und von der abschließenden Veranstaltung, bei der die zehn schönsten Lesergeschichten von zwei prominenten Vorlesern geadelt würden.

So sehr uns das Lob freut, das in erster Linie den Schreiberinnen und Schreibern gilt, zum 10. Wettbewerb werden wir erst im nächsten Jahr aufrufen. Wir sind sicher, dass sich dann wieder viele daran beteiligen werden. Denn inzwischen gehört der ND-Lesergeschichten-Wettbewerb für viele zum Kalender wie Weihnachten, Ostern oder das Pressefest.

139 Leserinnen und Leser fühlten sich angesprochen, als wir am 2. April aufriefen, uns zu erzählen, welche Erinnerungen sie mit dem Thema »Leben in vollen Zügen« verbinden. Acht Wochen lang waren wir jeden Tag aufs neue überrascht, wie vielfältig die Geschichten sind, die das Leben so schreibt. Vor allem von Lebensglück und Lebenslust war da zu lesen, manchmal auch von unglaublich bürokratischen und engstirnigen Zeitgenossen, die die größte Lebenslust in Frust verwandeln können.

Rund 100 Gäste waren am 25. Mai bei der Abschlussveranstaltung im ND-Gebäude dabei, als Schauspielerin Annekathrin Bürger und Rundfunksprecher Siegfried Fiedler jene zehn schönsten Geschichten vorlasen, die die Jury ausgewählt hatte. Wie schon in den vergangenen acht Wettbewerben tat sie sich unglaublich schwer mit der Entscheidung. Viele andere Texte hätten genau so gut zu jenen gehören können, aus denen die Gäste des Abends letztlich die drei besten per Stimmzettel auszuwählen hatten. Als dann Moderator Michael Müller das Ergebnis bekannt gab, war die Überraschung perfekt. Die Siegerin, Eva Hoffmann aus Schöneiche, war die Jüngste, die sich am 9. ND-Lesergeschichten-Wettbewerb beteiligt hatte. Die Geschichte der 17-jährigen Schülerin, wie die aller anderen Finalteilnehmer finden Sie, liebe Leserinnen und Leser, in dieser Sonderbeilage.

Traditionell schon wurden die drei Erstplatzierten mit einem Reisepreis geehrt. Da Eva Hoffmann wegen Krankheit nicht selbst dabei sein konnte, musste ihr Freund Fritz Viertel die Entscheidung treffen. Seine Wahl fiel auf eine Tour mit dem CityNightLine nach München nebst zwei Übernachtungen im Hilton Munich City. Die Zweitplatzierte, Edith Ockel aus Berlin, freut sich sehr über fünf Tage Spreewaldurlaub, und von Hildegard Haß-Stötzel aus Sankt Augustin, die Platz drei belegte, erfuhren wir, dass ein Besuch in Krakow für sie und ihren Mann schon lange ein Wunschziel ist, das bislang noch immer unerledigt auf der Reiseliste steht. Leider konnte auch sie nicht an der Abschlussveranstaltung teilnehmen, da die Aschewolke des Vulkans Grimsvötn ihren Flug nach Berlin verhinderte. Doch telefonisch ließ sie uns wissen, dass sich in ihrer bislang wenig glücklichen Geschichte um die Adoption zweier kleiner ugandischer Jungen ein Happy End abzuzeichnen scheint. Wenn alles gut geht, wird die Familie noch in diesem Sommer glücklich vereint in Deutschland sein. Drücken wir ihr die Daumen und versprochen: Wir werden es Ihnen, liebe Leserinnen und Leser mitteilen.

Noch eine Mail erreichte uns nach der Abschlussveranstaltung. Klaus H. Jann aus Wülfrath, der auch zu den zehn ausgewählten Geschichtenschreibern gehörte, hatte zur Abschlussveranstaltung eine Spendenbüchse herumgehen lassen. 80 Euro für Kubas Kinder kamen zusammen. Herzlichen Dank dafür, und bleiben sie uns treu als Leser und Geschichtenschreiber.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung