Umschuldung – von sanft bis hart

Es gibt zahlreiche Varianten, wie Gläubiger bei staatlichen Zahlungsschwierigkeiten helfen können

Da es keine internationalen Regeln für den Fall einer Staateninsolvenz gibt, fehlt es an einem geordneten Verfahren. Daher ist Umschuldung nicht gleich Umschuldung. Hier sind zahlreiche Varianten zu unterscheiden:

Schuldenschnitt: Die Forderungen der Gläubiger werden wie mit dem Rasierer pauschal um den gleichen Prozentsatz gekappt. Für Griechenland ist von einem »Hair-Cut« um 50 bis 70 Prozent die Rede. Der positive Effekt: Die Regierung müsste aus dem knappen Staatshaushalt deutlich weniger für Zinsen und Tilgungen der Kredite aufbringen. Gläubiger bekämen Klarheit. Und die Unsicherheit, die Spekulanten anlockt, wäre von den Finanzmärkten genommen. Das Risiko: Griechenland würde auf den Kapitalmärkten quasi zum Aussätzigen, dem auf absehbare Zeit niemand mehr Geld leihen möchte oder nur zu noch horrenderen Zinsen. Dabei droht auch ein Dominoeffekt: Anleger werden zahlreiche andere Euroländer genauso abstrafen, da sie befürchten, dass das Beispiel Schule macht.

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