Gurken und Salatköpfe sind Ladenhüter

Der EHEC-Erreger macht Erzeugern und Händlern auf Norddeutschlands Wochenmärkten zu schaffen

  • Von Ulf Buschmann, Bremen
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auf den Wochenmärkten Norddeutschlands wird frisches Gemüse zum Ladenhüter. Erzeuger und Händler müssen mit Millionen Euro Einbußen rechnen.

Die Verkäuferin auf dem Bremer Wochenmarkt wirkt sichtlich frustriert. Gurken? Nein, die möchte auch an diesem Sonnabendvormittag niemand kaufen. »Wie mussten zwei ganze Paletten Kopfsalat vernichten«, sagt die Frau, während sie das Obst einpackt, das gerade ein Kunde gekauft hat. Wenigstens Erdbeeren & Co. seien noch gefragt. Doch Tomaten, Gurken und Salat erweisen sich in diesen Tagen als echte Ladenhüter.

Schuld daran ist EHEC. Von Norddeutschland aus hat sich der berüchtigte Keim inzwischen im ganzen Bundesgebiet ausgebreitet. Schwerpunkt der Infektionen sind Hamburg und der Raum um Bremen. Die Bilanz bundesweit: mindestens zwölf Tote, darunter eine 70-jährige Frau aus dem Landkreis Cuxhaven, die am Freitag in einer Bremer Klinik starb. Inzwischen hat sich die Zahl der Verdachtsfälle bundesweit auf mehr als 1000 erhöht – bei sonst etwa 900 im ganzen Jahr. Und während sich immer mehr Menschen in den Krankenhäusern melden, sin...


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