Kein Jubel bei Solarforschern in Adlershof

Trotz der Atom-Endzeit-Debatte bleibt die Euphorie an dem Photovoltaik-Forschungsstandort aus

  • Von Ulrike von Leszczynski, dpa
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die Fassade glänzt in der Sonne wie schwarzer Marmor. Doch wer näher herantritt an das kantige Verwaltungsgebäude in Berlins Technologie- und Wissenschaftsstadt Adlershof, wundert sich: Das ist nicht die edle Steinverkleidung einer protzigen Firmenzentrale. Die dunklen Fassadenplatten sind dicht montierte Solarmodule, die den Neubau mit Strom versorgen. Wieviel hat euer Marmor denn heute produziert? Die Frage gehört zu den Insider-Witzen unter den Solarforschern in Adlershof.

Sollte nach dem Super-GAU im japanischen Atomkraftwerk Fukushima jetzt nicht Boom-Zeit sein in Adlershof, einem der großen deutschen Forschungsstandorte für Photovoltaik samt Produktion? Gerade hat der Weltklimarat den erneuerbaren Energien die Chance eingeräumt, bis zum Jahr 2050 drei Viertel des Energiemixes auszumachen – im Vergleich zu rund 13 Prozent heute. Und die Münchner Fraunhofer-Gesellschaft hält bis dahin für Deutschland sogar einen kompletten Umsti...


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