»Man muss das nicht mitmachen«

CCC-Sprecherin Constanze Kurz über soziale Netzwerke, Ermittlungsbehörden und Software, die die Arbeitskraft eines Menschen berechnet

Im Chaos-Computer-Club macht sich die Berliner Informatikerin Constanze Kurz seit Jahren Gedanken über die gesellschaftlichen Folgen digitaler Technik. Sie ist technische Sachverständige der Enquête-Kommission »Internet und digitale Gesellschaft« des Bundestags. In ihrem aktuellen Buch »Die Datenfresser« erklärt sie zusammen mit Frank Rieger, wie Internetfirmen und Staat sich unsere persönliche Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen können. Mit der Computerexpertin sprach Susanne Ehlerding.

Frau Kurz, in den letzten Wochen sorgten mehrere Konzerne und ihr Umgang mit privaten Daten für Schlagzeilen: Das Iphone von Apple zeichnet die Bewegungsdaten der Nutzer auf, bei Sony wurden millionenfach Daten von Playstation-Spielern entwendet, außerdem wurde ein Datenleck bei Facebook bekannt. Das bestätigt vieles, was in Ihrem Buch steht. Empfinden Sie Genugtuung?
Überhaupt nicht. Im Fall von Sony sind es eine Menge verunsicherte Kunden, denen tatsächlich ein finanzieller Schaden entsteht, darüber kann ich mich nicht freuen. Aber es überrascht mich natürlich auch nicht.

Apple hat erklärt, die Bewegungsdaten würden nur gesammelt, damit man das Handy besser orten kann. Wie bewerten Sie diese Aussage?
Wenn man die Lokationsdaten eine Weile speichert, verkürzt das in der der Tat die Zeit, bis das Handy wieder genau geortet werden kann. Aber das gilt natürlich nicht für die ewige Liste, die da angelegt wurde. Und die Begründung gilt deshalb nicht, weil die Datenspeicherung heimlich war. Selbst wenn ich ...


Daten von Playstation-Spielern entwendet

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