René Heilig 06.06.2011 / Titel

Sprossen im EHEC-Puzzle

Betrieb in Kreis Uelzen gesperrt / Opferzahlen steigen / Fragen über ein Bundeswehrlabor

Sprossen aus Niedersachsen könnten eine wesentliche Ursache für den Ausbruch der EHEC-Epidemie in Norddeutschland sein. Das teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium in Hannover am Sonntag mit. Ein definitiver Labornachweis dafür fehle aber bisher. Verursacher soll ein Betrieb aus dem Kreis Uelzen sein, der vorerst gesperrt wurde.

Die Indizienlage sei so eindeutig, dass das Ministerium empfiehlt, derzeit auf den Verzehr von Sprossen – Bohnenkeimlinge, Brokkolisprossen, Erbsen- und Kichererbsensprossen, Knoblauchsprossen, Linsensprossen, Mungobohnenkeimlinge, Radieschen- und Rettichsprossen für Salate – zu verzichten, hieß es in einer Mitteilung. Definitive Aussagen könnten bis Montagmittag möglich sein, sagte Landwirtschaftsminister Gert Lindemann (CDU). »Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die mit dem EHEC-Erreger kontaminierte Ware bereits vollständig verarbeitet und verkauft wurde«, hieß es weiter. Lindemann sagte, eine Mitarbeiterin aus dem betroffenen Betrieb sei nachweislich an EHEC erkrankt. »Das ist für uns die plausibelste Erkrankungsursache«, so der Minister. Die Sprossen wurden direkt oder über Zwischenhändler an Einrichtungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Niedersachsen geliefert.

Seit Anfang Mai infiziert...

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