Werbung

Sitzen bleiben

Kommentar von Markus Drescher

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Stuttgart 21 und kein Ende – wer hätte gedacht, dass ein Bahnhof einmal dermaßen Gesellschaft und Politik beeinflusst? Die Massenproteste gegen das Milliardenprojekt gebaren den »Wutbürger«, dazu ein bisher einzigartiges Schlichtungsverfahren, das zum Medienereignis wurde. Und sie trugen nicht zuletzt zum Ende der CDU-Herrschaft in Baden-Württemberg und dem Wahlerfolg der Grünen bei, die sich jetzt mit dem ungeliebten Projekt herumschlagen müssen.

Bahnchef Rüdiger Grube, der nun mit seinem »Kompromissvorschlag« in die Offensive ging, versucht mit Warnungen vor horrenden Kostensteigerungen und einer drohenden jahrelangen Verzögerung des Projekts zu beeindrucken. Doch genau die beiden Faktoren Zeit und Geld spielen eigentlich den Bahnhofsgegnern in die Hände. Je teurer das Projekt wird, desto wahrscheinlicher, dass es am Ende scheitert. Denn weder die Stadt Stuttgart noch das Land Baden-Württemberg wollen noch mehr Millionen in S21 stecken, und ob die Bahn alleine dazu in der Lage und willens sein wird, die Mehrkosten zu stemmen, steht in den Sternen. So könnte Stuttgart 21 ein weiteres Mal Geschichte schreiben und dabei Geschichte werden – wenn der Slogan von Blockierern der Bauarbeiten am Bahnhof zum möglicherweise erfolgreichen Regierungshandeln wird: »Aussitzen!«

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

9 Ausgaben für nur 9 €

Jetzt nd.DieWoche testen!

9 Samstage die Wochenendzeitung bequem frei Haus.

Hier bestellen