Ralf Hutter 10.06.2011 /

Bankfiliale im Hörsaal

Fragwürdige Kooperationen zwischen privaten Unternehmen und staatlichen Hochschulen

Vor Wochenfrist erregte die Veröffentlichung der Hintergründe eines bereits seit Jahren laufenden Kooperationsprojektes der Deutschen Bank mit der Technischen und der Humboldt-Universität Berlin deutschlandweit Aufsehen, weil es der Bank weitreichende Einflussmöglichkeiten sicherte. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs. Öffentlich-private Kooperationsmodelle (PPP, für: Public Private Partnership) gibt es schon seit Längerem und manche Bundesländer fördern gar das Geschäft mit der akademischen Ausbildung

In Nordrhein-Westfalen kann man als Privatunternehmen Studiengänge mieten. Die Firmen bieten dann gleichsam als Filialen die Studiengänge den staatlichen Fachhochschulen an, die auf bereits vorhandenen staatlichen Studiengängen basieren. Die beteiligten Hochschulen kriegen in diesem Franchise-System nicht nur für die Weitergabe der Studienkonzepte Geld, sondern profitieren noch einmal indirekt davon: Die privatwirtschaftlich ermöglichten Studienplätze werden den jeweiligen Hochschulen zugerechnet, die auch die Abschlüsse verleihen. Und für jeden geschaffenen Studienplatz bekommen die Hochschulen ja Geld aus dem Hochschulpakt von Bund und Ländern.

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