Dierk Hirschel 11.06.2011 / Kommentare
Gastkolumne

Operation gelungen – Patient tot

Der Autor leitet den Bereich Wirtschaftspolitik in der Bundesverwaltung der Gewerkschaft ver.di.

Die Brüsseler Ärzte haben versagt: Der griechische Patient liegt wieder auf der Intensivstation. Die Nebenwirkungen der neoliberalen Medizin fesseln ihn ans Krankenbett. Letztes Jahr verschrieb die Troika EU, Internationaler Währungsfonds und Europäische Zentralbank den Griechen eine Zwangsdiät. Papandreou musste den Gürtel so eng schnallen wie niemand vor ihm. Mit schmerzhaften Folgen: Die griechische Wirtschaft schrumpft, die Arbeitslosigkeit steigt, die Steuereinnahmen purzeln. Folglich schließt sich das Haushaltsloch nicht, der Schuldenberg wächst ungehindert weiter.

Merkel, Sarkozy, Juncker & Co lernen aber nicht aus ihren Fehlern. Im Gegenteil: Frisches Geld für Athen gibt es nur, wenn noch brutaler gespart und Volkseigentum verscherbelt wird. Diese Deflationspolitik richtet das Land zugrunde. Am Ende wird den Hellenen nichts anderes übrig bleiben, als die Behandlung abzubrechen – ergo aus dem Euro auszusteigen.

Die gri...

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