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Zuhause spielen, mein Land vertreten

Kapitänin Genoveva Anonma über die Besonderheiten der WM in Deutschland

Die einzige namhafte Spielerin Äquatorial-Guineas ist Teamkapitänin GENOVEVA ANONMA. Zur neuen Saison wechselt die 21-Jährige Stürmerin innerhalb der Bundesliga vom USV Jena zum Meister Turbine Potsdam. ALEXANDRA KIEßLING sprach mit ihr im Trainingslager in Bitburg über die WM-Vorbereitung.

ND: Frau Anonma, schon seit Mitte Mai trainiert Ihre Mannschaft in Bitburg. Wie gut hat sich das Team in Deutschland akklimatisiert?
Anonma: Da ich in der Bundesliga spiele, habe ich natürlich einen Vorteil. Ich kenne das Essen und das Klima. Für die anderen Mädchen ist hier alles neu. Sich an Deutschland zu gewöhnen, ist für sie schwieriger.

Ihre Mitspielerinnen tragen zum Teil Mützen und kommen bei 25 Grad mit langen Ärmeln zum Trainingsplatz.
Ja, und abends tragen manche auch noch Handschuhe. In unserer Hauptstadt Malabo herrschen teilweise Temperaturen zwischen 35 und 40 Grad. Für meine Mitspielerinnen ist es in Deutschland auch im Sommer recht kühl.

Ihr Trainer Marcelo Frigerio sagt, die Spielerinnen sollen sich auch an das deutsche Essen gewöhnen. Was steht denn in der Heimat in Äquatorial-Guinea auf dem Speiseplan?
Wir essen vergleichbare Lebensmittel wie die Europäer – aber anders zubereitet. Bei uns ist alles viel schärfer. Wir haben hier jeden Tag Hühnchen bestellt. Den Mädchen fällt es nicht leicht, aber sie essen jeden Tag mehr.

Was bedeutet es für sie, dass die WM in Deutschland stattfindet?
Ich freue mich sehr, dass wir dabei sind. Schließlich ist Deutschland mein Zuhause. Für mich fühlt es sich an, als würde ich eine WM zuhause spielen, und dazu darf ich auch noch mein Land vertreten.

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