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Baustopp für Synagoge in Potsdam

Land fordert von jüdischen Gemeinden Einigung

Potsdam (epd/ND). Die geplante neue Synagoge in Potsdam wird vorerst nicht gebaut. Grund ist der anhaltende Streit zwischen den jüdischen Gemeinden über Gestaltung und Nutzung des Gebäudes, sagte der Sprecher des Brandenburger Kulturministeriums, Hans-Georg Moek, am Sonntag. Deshalb hätten sich Staatskanzlei, Kultur- und Finanzministerium am Freitag darauf verständigt, das Bauvorhaben vorläufig zu stoppen.

Mit dem Bau der Synagoge nach einem Entwurf des Architekten Jost Haberland sollte eigentlich im Sommer begonnen werden. Die Fertigstellung des mit fünf Millionen Euro veranschlagten Bauvorhabens war ursprünglich für 2012 geplant.

Haberlands Entwurf hatte in den vergangenen Monaten immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen bei den drei beteiligten jüdischen Gemeinden geführt. Gestritten wurde unter anderem über die Nutzung des Gebäudes, die Fassadengestaltung und den Betsaal.

Die Gelder für den Synagogenneubau würden vom Land vorerst weiter vorgehalten, sagte Ministeriumssprecher Moek. Bei einer Finanzsituation wie dem brandenburgischen Landeshaushalt könne »man das aber nicht ewig machen«. Eine Neuauflage des Projekts auf dieser Basis sei aber denkbar. Voraussetzung sei, dass sich die beteiligten jüdischen Gemeinden zusammenfinden und auf eine einheitliche Linie einigen.

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