Hans-Dieter Schütt 14.06.2011 / Kultur

Das Augenaufgehen einer Geschichte

»Der Große Fall« – die neue Erzählung von Peter Handke

Peter Handke hat vor Jahren einen Zyklus von Erzählungen geschrieben, Versuche über die Jukebox, über die Müdigkeit, und: über den geglückten Tag. Darin die Fügung vom »entdeckerischen Verirren« – einer umkreisenden Erzählweise, die auch auf Wesen und Methodik der neuen Erzählung zutrifft. Überhaupt mischt sich dem Lesen des »Großen Falls« ständig eine Erinnerung an andere Werke des Dichters bei. Erinnerung? Eher Leibhaftigkeit. Ein schönes Bedrängtsein durch einen treuen Wortschatz, in dem seit eh und je Zeit und Schwelle und Gehen und Sphäre und Verwandlung und Niemandsland, ja: was? Herrschen? Nein. Es gibt Worte, die können nicht herrschen, so, wie die Feststellung falsch ist, ein Frieden herrsche.

Es sind Worte, die besonders oft vorkommen. Aber das nicht als bloßes Da-Sein, sondern es geschieht ein Hervortreten dieser Worte durch inständiges Hervorgerufenwerden. Durch Erzählen, und das ist bei Handke ...

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