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Macht der poetischen Sprache

Goethe-Medaille

Die Südkoreanerin Young-Ae Chon ist am Donnerstag mit der Goldenen Goethe-Medaille der Goethe-Gesellschaft Weimar geehrt worden. Die Lyrikerin und Professorin für deutsche Literatur in Seoul nahm die Auszeichnung im Deutschen Nationaltheater entgegen. Seit 1910 würdigt die 1885 gegründete literarische Gesellschaft mit ihrer höchsten Auszeichnung besondere Verdienste bei der Erforschung und Vermittlung des Lebens und Wirkens Goethes.

Young-Ae Chon, geboren 1951, promovierte über Paul Celan. Sie ist Präsidentin der koreanischen Goethe-Gesellschaft. Neben Fachbüchern und Übersetzungen erschienen von ihr sechs teilweise in Deutsch geschriebene Lyrikbände, darunter »Regenbogen für Franz Kafka« (2005).

Sie übersetzte Gedichte von Goethe und Reiner Kunze – sowie von Christa Wolf »Nachdenken über Christa T.« und »Der geteilte Himmel«. Lyrik in Konfrontation zu herrschenden Systemen – das interessiert sie besonders. »Die Macht der poetischen Sprache, die sich durchsetzt, ist mein mit andauerndem Interesse verfolgtes Thema der letzten Jahre«, erklärte sie vor der Preisverleihung. In ihrem jüngst abgeschlossenen Manuskript beschäftigte sich die Koreanerin aus der Sicht einer Bürgerin eines immer noch geteilten Landes mit der Lyrik aus der DDR und dem wiedervereinigten Deutschland.

Die Goldene Goethe-Medaille erhielten unter anderen bereits Autor Lew Kopelew, Dirigent Daniel Barenboim und Regisseur Peter Stein. dpa

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