Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.

Rückzug aus der Enquetekommission

Professor Merkel bemängelt fehlende wissenschaftliche Standards und macht nicht mehr mit / SPD und LINKE bedauern

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Es war nur eine Frage der Zeit. Erneut hat ein Wissenschaftler die Enquetekommission zur Aufarbeitung der ersten Nachwendejahre verlassen, weil das, was dort abläuft, ihm einfach zu dumm ist. Der von der SPD nominierte Politikwissenschaftler Professor Wolfgang Merkel hat seine Mitarbeit aufgekündigt und diese Entscheidung damit begründet, dass die meisten vorgelegten Gutachten den wissenschaftlichen Standards nicht entsprochen hätten. Der Blick der Kommission sei »beständig rückwärts gewandt« gewesen. Das wollte sich der Direktor des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung nicht länger antun.

SPD-Fraktionschef Ralf Holzschuher bedauerte den Schritt, zeigte indes Verständnis. In der Kommission gehe es der Opposition vor allem um Abrechnung und nicht darum, Lehren für die Zukunft zu ziehen. Was von CDU, FDP und Grünen ins Feld geführt worden sei, diene »einem platten politischen Meinungskampf«. Darin sah Holzsch...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.