Darf Kunst Luxus sein?

Das Festival »48 Stunden Neukölln« findet am Wochenende zum 13. Mal statt

  • Von Anouk Meyer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Ist Kunst Luxus? Diese Frage wirft das Kulturnetzwerk Neukölln auf, das am kommenden Wochenende zum 13. Mal das Kunst- und Kulturfestival »48 Stunden Neukölln« veranstaltet. Zwei Tage lang, von Freitag bis Sonntag 19 Uhr, wartet der Stadtteil mit Kultur satt auf: Bei knapp 600 Veranstaltungen an 330 zum Teil sehr ungewöhnlichen Orten bleibt kein Wunsch offen.

»Arm aber sexy«: Berlins selbst gewähltes Motto trifft auf kaum einen anderen Ort so sehr zu wie auf Neukölln. In den letzten Jahren befindet sich gerade der Norden des Bezirks voll im Umbruch, wandelt sich in halsbrecherischem Tempo vom grauen Ghetto zum internationalen Szenekiez; schillernde Restaurants, Bars und Galerien ersetzen die typischen »Schultheiss«- Eckkneipen.

Die Kehrseite sind rasant steigende Mieten und eine allgemeine Verteuerung, die Alteingesessene und Künstler bald verdrängen könnten. Selbst die Finanzierung der »48 Stunden« ist jedes Jahr aufs neue gefährdet. Da...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.