Führer befiehl, wir folgen ...

Das Unternehmen »Barbarossa« und die deutsche Hybris

  • Von Kurt Pätzold
  • Lesedauer: ca. 7.5 Min.

Der Faschismusforscher Prof. Dr. Kurt Pätzold, 1930 in Breslau geboren, Mitglied der Leibniz-Sozietät, hat zusammen mit Prof. Dr. Manfred Weißbecker die erste ostdeutsche Hitlerbiografie sowie eine Geschichte der NSDAP veröffentlicht, die mehrere Auflagen erlebte; weitere Bücher u. a.: »Ihr wart die besten Soldaten. Ursprung und Geschichte einer Legende«, »Stalingrad und kein Zurück. Wahn und Wirklichkeit« sowie »Der Führer ging, die Kopflanger blieben«.

Dass Hitler an der Macht Krieg bedeute, davor warnten nicht nur Kommunisten. Der Autor von »Mein Kampf« hatte selbst beschrieben, in welcher Reihenfolge er die Kriege zu führen gedachte, an deren Ende das deutsche imperiale Großreich stehen solle: Zuerst müsste Deutschlands »Todfeind« Frankreich ausgeschaltet werden. Dann besäße man freie Hand gegen Osten, die Sowjetunion.

Im März 1935, wenige Tage bevor in Deutschland die allgemeinen Wehrpflicht verkündet wurde, schrieb Kurt Tucholsky: »Ich fürchte den Augenblick, wo auf Geheiß der Deterdinge aller Länder dort einmarschiert und etwas zerschlagen wird, das ich nicht für ›richtig‹, aber doch stellenweise für heroisch halte.« Die »Deterdinge« meinte – in Anspielung an den niederländischen Industriellen und Gründer des Shell-Konzerns Henri Deterding – das internationale Großkapital, dessen Feindschaft gegen das revolutionsgeborene Land im Osten für den deutschen Emigranten in Schweden...

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