Spitze bei Unfällen & Sucht

Wissenschaftler wollen Gesundheitsbewusstsein von Jungen stärken

  • Von Angela Stoll
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Um die Gesundheit von Jungen in Deutschland ist es offenbar schlecht bestellt: Sie sind im Schnitt dicker als Mädchen, leiden öfter an Sprachstörungen, haben häufiger Unfälle und sind suchtgefährdeter.

»Der Gesundheitszustand von Jungen ist alarmierend«, lautet eine Erkenntnis der Tübinger Sozialwissenschaftler Gunter Neubauer und Reinhard Winter, die sie vor Kurzem auf dem Fachtag zur Jungengesundheit in Bad Boll präsentierten. Gleichzeitig betonen sie aber: »Die meisten Jungen sind gesund.« Ist das denn kein Widerspruch? »Um an die Politik zu appellieren, ist es wichtig, die Probleme herauszustellen. Für die Prävention ist es wichtig zu zeigen, dass es durchaus möglich ist, männlich und gesund zu sein«, argumentiert Winter.

Männer nur als »Gesundheitsmuffel« zu sehen, sei unzulässig und kontraproduktiv, betont Winter, neben Neubauer Geschäftsführer des Sozialwissenschaftlichen Instituts Tübingen. Das Vorurteil kann nämlich dazu beitragen, dass ein Desinteresse an Gesundheit als Merkmal von Männlichkeit missverstanden wird. So sei es auch nicht förderlich, wenn oft darüber berichtet werde, dass Männer seltener zu Vorsorgeuntersuc...


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