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Spuren des faschistischen Regimes

Büchlein und Übersichtsplan weisen den Weg zu Orten der Erinnerung in Berlin und Brandenburg

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

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In seiner Gedenkorte-Reihe hat der Berliner Stadtwandel Verlag nun ein Buch herausgegeben, das Besucher der Region zu den wichtigsten Schauplätzen der NS-Diktatur führen soll. Darunter sind auch solche, die »abseits der üblichen Pfade« liegen.

Die Spuren des faschistischen Regimes sind in Berlin noch immer sichtbar, sagt der Autor Frank Schmitz. »Bombenlücken prägen das Stadtbild bis heute«, zahlreiche Gedenktafeln, authentische Schauplätze und Denkmäler erinnern an die Nazizeit. Beim Stadtwandel Verlag brachte Schmitz ein kleinformatiges, handliches Büchlein heraus. Darin informiert er über die wichtigsten Orte der Nazidiktatur in Berlin und Brandenburg.

Der Autor möchte die Besucher zu touristisch erschlossenen Zielen wie dem Holocaust-Denkmal bringen, sie aber auch zu »abseits der üblichen Pfade« liegenden Stätten führen, etwa zum Mahnmal »Gleis 17« im Grunewald. Von dort wurden Juden einst in die Vernichtungslager im Osten deportiert.

Kurz beschrieben wird die Wilhelmstraße als »Machtzentrum des Dritten Reichs« mit dem von Albert Speer errichteten Erweiterungsbau der Reichskanzlei. Die Ruine wurde nach dem Zweiten Weltkrieg abgetragen.

Andere Abschnitte widmen sich dem Haus der Wannsee-Konferenz, dem Jüdischen Museum, dem Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Schöneweide oder der Gedenkstätte Deutscher Widerstand im Bendlerblock, wo Verschwörer des 20. Juli 1944 das Attentat auf Hitler planten und wo der Bombenleger Graf von Stauffenberg erschossen wurde. Als brandenburgische Erinnerungsorte werden die KZ-Gedenkstätten in Sachsenhausen und Ravensbrück vorgestellt.

Was Berlin betrifft, erleichtert ein Übersichtsplan, in dem Straßen samt S- und U-Bahnstationen verzeichnet sind, die Anreise. Auf der Rückseite vermerkt sind zusätzlich weitere Orte mit Adresse und Telefonnummer, so in Berlin das Deutsch-Russische Museum Karlshorst, die Gedenkstätte Köpenicker Blutwoche und das »Wilde KZ« am Wasserturm in der Rykestraße. Aus Brandenburg sind das Todesmarschmuseum im Belower Wald und die Erinnerungsorte für die KZ-Außenlager Klinkerwerk, Falkensee und Lieberose in dem Verzeichnis aufgeführt.

Frank Schmitz: »Orte der NS-Diktatur«, Stadtwandel Verlag, 66 Seiten (brosch.), 5 Euro, »Orte der NS-Diktatur (Übersichtsplan)«, 2 Euro

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