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Regenbogenfahne verboten

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(dpa). Ist es ein Zeichen von Weltoffenheit und Toleranz, wenn zum Besuch des Papstes in Berlin die Regenbogenfahne am Rathaus gehisst wird? Darüber haben sich die Fraktionen in der Bezirksverordnetenversammlung Lichtenberg zerstritten. Ein entsprechender Antrag der Linksfraktion scheiterte im Bezirksparlament am Widerstand von SPD, CDU und Grünen, wie der Lichtenberger LINKE-Verordnete Michael Grunst am Freitag mitteilte.

Grunst verurteilte die Argumentation der SPD, die Regenbogenfahne der Lesben- und Schwulenbewegung provoziere beim Besuch des Papstes in Berlin im September. Gerade die Regenbogenfahne, die zum Christopher Street Day am Rathaus gehisst werde, stehe bei vielen Menschen für Toleranz, Vielfalt, Hoffnung und Frieden.

Der SPD-Kreisvorsitzende in Lichtenberg, Andreas Geisel, erklärte dagegen, das Hissen der Regenbogenfahne zum Papstbesuch könne als »Provokation religiöser Gefühle und der katholischen Kirche« missverstanden werden. Der Staat, hier das Rathaus, sei in religiösen Fragen zur Neutralität verpflichtet.

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