Roland Etzel 28.06.2011 / Ausland

»Mavi Marmara« – Aufklärung und Polemik

Die umstrittenen Geschehnisse rund um die Gaza-Flotte 2010 begleiten auch den diesjährigen Schiffskonvoi

Unsichtbarer Passagier an Bord der Gaza-Flotte dürfte in diesen Tagen der Gedanke an eine erneute Kommandoaktion des israelischen Militärs sein. So wie die zum Teil massiven Vorwürfe gegen die Organisato- ren und Unterstützer der »Mavi Marmara« – jenes türkischen Schiffes, das im Vorjahr in internationalen Gewässern bei Nacht und Nebel geentert wurde.

Neun türkische Passagiere wurden damals bei den Auseinandersetzungen mit israelischen Elitesoldaten getötet. Dennoch sehen sich nicht nur die Militärs, sondern auch die Flotten-Teilnehmer dem Vorwurf ausgesetzt, sie seien bewaffnet gewesen. Dies widerspreche der vorgeblich rein friedlichen Mission der Hilfsflottille. Unbestreitbar ist, dass es handfeste Auseinandersetzungen gab, wie auf Videos und auf Fotos in der türkischen Zeitung »Hürriyet« zu erkennen ist, die beim Sturm des Schiffes entstanden. Es sollen Handfeuerwaffen gefunden worden sein, die türkischen Männern an Bord gehört hätten. Ihre Existenz wurde von der Untersuchungskommission in Ankara zumindest nicht dementiert. Andererseits konnten die israelischen Behörden die präsentierten Waffen keiner Person zuordnen. Schussverletzungen, die aus diesen Waffen rührten, vermeldeten sie nicht.

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