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Solidarische Mindestrente

LINKE setzt auf ein Konzept gegen Altersarmut

  • Von Matthias W. Birkwald
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Heute werden die Renten um magere 0,99 Prozent angehoben. Diese Mini-Erhöhung führt aufgrund der Preissteigerung und der steigenden Kosten für Gesundheit und Pflege zu einem spürbaren Minus im Portemonnaie. Das gilt insbesondere für den Osten Deutschlands.

Weil die Rente im Osten auch zwanzig Jahre nach der Wiedervereinigung mit geringeren Werten berechnet wird, erhalten Ostdeutsche nach 45 Jahren durchschnittlichem Verdienst 140 Euro weniger Rente als Westdeutsche. Das ist durch nichts zu rechtfertigen, denn damit wird die wirtschaftliche Lebensleistung der Ostdeutschen in der Rentenversicherung schlechter bewertet als die der Westdeutschen. Altersarmut ist ein gesamtdeutsches Phänomen – jedoch mit Schwerpunkt Ost.

Wer 2009 in Rente ging, erhielt mit durchschnittlich 820 Euro im Westen und 800 Euro im Osten Renten unterhalb der Armutsrisikogrenze von knapp 930 Euro – Tendenz fallend. Zudem boomen Billigjobs und Langzeiterwerbslosigkeit. Mehr als ein Fünftel der Beschäftigten arbeitet im Niedriglohnsektor, von den Frauen sind es ein Drittel und von den Beschäftigten unter 25 sogar die Hälfte. Sie sind die armen Alten von morgen.

Wer Altersarmut bekämpfen will, darf also nicht auf d...


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