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Blut, Tomaten

Nagano, Nitsch und Messiaen in München

  • Von Roberto Becker
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Münchner Opernfestspiele sind eine geniale Erfindung. Wenn im Juli überall das Spielzeitende Ferienstimmung verbreitet, powert München noch einmal einen Monat lang und spult unterm Festspiellogo alles ab, was an der Bayerischen Staatsoper gut, teuer und im Programm ist. Dazu eine Uraufführung als Dienst an der Gattung, eine Groß-Premiere im Nationaltheater und noch eine im Prinzregententheater.

Dass man für Olivier Messiaens Oper »Saint François d’Assise« über den Heiligen Franziskus, dieses sperrige, aber längst ganz gut etablierte Werk der Moderne aus dem Jahre 1983, mit Kent Nagano genau den richtigen Mann (noch Generalmusikdirektor) im Hause hat und dass man mit dem Wiener Aktionskünstler-Urgestein Herrmann Nitsch szenisch für Furore sorgen könnte, dürfte den medienbewussten Intendanten Nikolaus Bachler darin bestärkt haben, das Wagnis mit dem ziemlich katholischen Fünfstunden-Klopper über den Vogelprediger einzugehen.

Mu...


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