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Endlose Karawanen nach Dadaab

Die Dürre am Horn von Afrika lässt das größte Flüchtlingslager der Welt täglich wachsen

  • Von Philipp Hedemann, Dadaab
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Über zehn Millionen Menschen sind laut dem Welternährungsprogramm der UNO (WFP) am Horn von Afrika von der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren bedroht. Ein Viertel der somalischen Bevölkerung ist auf der Flucht.

Schlaff hängt die Haut an Luluey Abdi Ladifs abgemagerten Beinchen, aus den Augen einer Greisin starrt das Mädchen in die tränengefüllten Augen ihrer Mutter Rabiyo. »Luluey wird jeden Tag dünner. Ich weiß nicht, was ich noch machen soll«, klagt die Witwe. Nachdem ihre letzte Ziege gestorben war, lief sie acht Tage und Nächte mit dem Kind auf dem Rücken durch die somalische Wüste, bis sie im kenianischen Dadaab das größte Flüchtlingslager der Welt erreichte. Rund 380 000 Somalier darben dort bereits. Ausgelegt war das Lager für 90 000. Doch täglich kommen bis zu 1000 weitere halb verhungerte Menschen an.

Die kleine Luluey wird zu denen gehören, die die Hungersnot wahrscheinlich nicht überleben werden. Als ein Arzt das Mädchen sieht, überweist er es sofort ins provisorische Krankenhaus. Antoine Froidevaux verschweigt der Mutter, was er seit Wochen jeden Tag erlebt. »Die Hälfte der Kinder, die nach langer Flucht im Lager ankommen, ist...


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