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Wer Russisch kann, kauft billig ein

Schwerin – eine geteilte Stadt: Das Touristen-Zentrum boomt, die Neubauviertel darben

  • Von René Heilig
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Schwerin, die Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern, gibt es zweimal. Einmal im Glanz und einmal im Elend. So sehr die Stadtmütter und -väter sich mühen, die Kluft wächst.

In der schönen Stadt Schwerin glänzt der Landtag im alten Schloss.

»Neu! Unser Angebot u. a. Wurst, Milchprodukte, Süßigkeiten, Getränke«. Der Laden in dem typischen DDR-Elfgeschosser heißt »Biene Mayya«. Er ist »otkrito« in der Hamburger Allee. Die liegt im Stadtteil Mueßer Holz und bietet »internationale Spezialitäten«, also russische Produkte an. Wer die Sprache beherrscht, ist im Vorteil. Den haben hier viele. Manche büffelten die Sprache der Freunde noch in den Schulen der DDR, andere sind mit ihr groß geworden, um später in die »deutsche Heimat« zu ziehen. Im Laden kaufen sie dann ein Stück alte Heimat und plaudern mit Nachbarn darüber, wie's einst war.

Nicht nur aus Russland kommen die Bewohner des Stadtteils, den man einst als Neubaugebiet bezeichnet hat. Multikulti zwangsweise. Denn natürlich würden viele aus dem Mueßer Holz viel lieber in die Schweriner Altstadt ziehen. Da boomt es nur so, Theater, Museen, Geschäfte, Passagen, Cafés. Nicht nur Touris sind begeistert. Weiter draußen in der...


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