Lesen Sie am Dienstag im »nd«

Nichts wie weg

Nur die Hälfte der weltweit insgesamt neun Millionen Kroaten lebt in der Republik Kroatien. Auswanderung ist schon seit mehreren Generationen ein typisch kroatischer Lebensentwurf. Der Trend hat sich nach dem EU-Beitritt 2013 eher noch verstärkt. Deutschland ist das mit Abstand beliebteste Ziel, auch Österreich steht hoch im Kurs. Vor allem junge Akademiker zieht es nach Norden. Schlechte Bezahlung ist ein Grund dafür. Dazu kommen schlechte Behandlung, schlechte Aufstiegschancen und zeitlich begrenzte Arbeitsverträge. Ein Report aus Dubrovnik.

Uran hilft Niger nicht zur Entwicklung

In Niger boomt der Uranabbau durch französische Konzerne, mit katastrophalen Auswirkungen auf die Umwelt. Weil die Regierung weder Umwelt- und Arbeitsstandards setzt noch gesetzliche Regelungen für die Hinterlassenschaften trifft, hat Almoustapha Alhacen die Nichtregierungsorganisation Aghir in'man gegründet. Uran bringe Niger keine Entwicklung, sondern nur Verschmutzung, erklärt Alhacen im nd-Interview. Geld lande auch nicht in der Staatskasse, sondern bei den Konzernen in Frankreich. Deshalb fordert Alhacen, das Uran unter der Erde Nigers zu lassen.

YES-Konferenz in Kiew: Ukraine setzt auf US-Verbündete

US-Waffen in die Ukraine? NATO-Beitritt des Landes? Druck auf Russland weiter erhöhen? Das waren die meistdiskutierten Themen auf der diesjährigen Yalta European Strategy Konferenz (YES), die vom 14. bis 16. September in Kiew tagte. Das Treffen fand zum 14. Mal statt, veranstaltet wird es von Viktor Pintschuk, Oligarch und Schwiegersohn des ukrainischen Ex-Präsidenten Leonid Kutschma. Alles, was in der Ukraine politisch Rang und Namen hat, hatte sich im Mystetskyi-Arsenal versammelt, um mit internationaler Prominenz aus Politik, Militär und Diplomatie darüber zu diskutieren und zu streiten, wie man das Land weiter in Richtung Westen bringen kann. Die zwei anwesenden russischen Vertreter hatten es schwer, Gehör zu finden.

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