Lesen Sie am Wochenende im »nd«

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Genossin Cyborg

Die Digitalisierung ist allgegenwärtig. Eng verknüpft mit schon vollzogenen und noch bevorstehenden Veränderungen sind Fragen nach dem Wandel unserer Wirklichkeit. Dabei könnten digitale Technologien zum Übergang in eine postkapitalistische Ära beitragen. Doch Ängste werden geschürt. Werden wir irgendwann von Robotern, Algorithmen oder kybernetischen Systemen im totalitären Überwachungsstaat regiert? Oder entsteht gar eine künstliche Superintelligenz, die sich selbstständig macht und in einer finsteren Dystopie alle Menschen versklavt?

Fremde Welt

»Umweltschutz ist wichtig, aber BMW-Fahren ist für mich Ehrensache«; »Ich finde die Ehe wertvoll: In Beständigkeit zeigt sich echte Charakterstärke«. Was sind das für junge Leute, die daherreden, als seien sie ihre eigenen Großeltern, so werden Sie sich nun fragen. Torsten Gaitzsch, Redakteur des Satiremagazins »Titanic«, hat sich todesmutig quer durch die Reihe »jung und konservativ« gelesen, die lange auf den Onlineseiten der »Zeit« erschien, und ist dabei auf Personen gestoßen, über die er lieber nichts erfahren hätte. Aber jetzt ist es schon zu spät. Lesen Sie seine Aufzeichnungen aus einer fremden, unbekannten Welt.

Explosives in Süditalien

Die Phlegräischen Felder unweit von Neapel sind mit ihren Rauchfahnen im Vergleich zum nahen Vesuv nicht sehr beeindruckend. Doch die rauchenden Schlote sind nur das äußere Anzeichen für den einzigen Supervulkan Europas, von dessen letztem großen Ausbruch vor gut 40 000 Jahren diese schüsselförmige Ebene übrigblieb. Neuere Messungen lassen vermuten, dass sich eine neue Eruption nähert, wenngleich Geowissenschaftler annehmen, dass uns ein apokalyptischer Ausbruch erspart bleibt.

»Wir wollen die Qualität der Arbeiten sprechen lassen«

Der Performancekünstler Ulf Aminde hat an der Kunsthochschule Weißensee eine Klasse für Geflüchtete auf die Beine gestellt. Die *foundationClass will die Teilnehmenden nicht als hilfsbedürftig deklarieren. Anstatt das System der Selektion in den Aufnahmeprüfungen abzulehnen, affirmieren sie es und bereiten die Klassenmitglieder intensiv vor. Die Klasse versteht sich auch als Rechtsinstrument: Der Status der Menschen soll von »Geflüchteten« in »Kunststudierende« verwandelt werden.

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