Pendeln über die Oder

Unterwegs mit der einzigen Fähre nach Polen

  • Von Leticia Witte, dpa
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sie ist ein Unikat im deutsch-polnischen Grenzgebiet. Im Oderbruch legt die einzige Fähre ab, welche die beiden Nachbarländer verbindet.

Güstebieser Loose. Zur Begrüßung und zum Abschied bekommt Heidemarie Kiehl einen Handkuss. Jerzy Fitas pflegt diese charmante Geste, die diesseits der Oder als polnische Höflichkeit gilt. Der Grenzfluss hat die beiden miteinander bekannt gemacht: Fitas ist Fährmann, Kiehl ist die parteilose Ortsvorsteherin von Güstebieser Loose im Kreis Märkisch-Oderland, wo die Fähre ab- und anlegt. Diese hat es zu einer gewissen Berühmtheit gebracht, denn sie ist ach Angaben des Brandenburger Verkehrsministeriums die einzige Fähre, die Deutschland und Polen miteinander verbindet. Der Name ist das Motto: »Bez Granic«, also »Ohne Grenzen«.

60 Jahre Pause

Die Staatengrenze zwischen Güstebieser Loose und dem polnischen Nachbarn Gozdowice ist an diesem abgeschiedenen Flecken im Oderbruch nordöstlich von Berlin tatsächlich nicht zu bemerken. Am Oderufer in dem beschaulichen, 230 Einwohner zählenden deutschen Ort warten an diesem Tag ein paar Fahrradtou...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.