Werbung

Bessere Infrastruktur zwischen Nachbarn

Deutsch-dänische Kommission will grenzüberschreitenden Verkehr verbessern

  • Von Andreas Knudsen, Kopenhagen
  • Lesedauer: 2 Min.

Im Schatten der Kontroverse um die neuen Grenzkontrollen will Dänemark den grenzüberschreitenden Verkehr mit Deutschland verbessern. Eine deutsch-dänische Infrastrukturkommission hat zu diesem Zweck kürzlich ihre Arbeit aufgenommen. »Gute Transportverbindungen sind wichtig nicht nur für die Grenzregionen, sondern auch für unsere Länder, deren Wachstum und Beschäftigung«, erklärte der dänische Transportminister Hans Christian Schmidt beim Gründungstreffen im süddänischen Tønder. Aus Dänemark sind neben dem Ministerium auch der Arbeitgeber- und der Industrieverband sowie Vertreter der Region Süddänemark beteiligt, während von deutscher Seite die Verkehrsministerien und Arbeitgeberverbände der Länder Hamburg und Schleswig-Holstein teilnehmen. Bei Bedarf sollen auch andere Mitspieler wie die Bahnen beider Länder einbezogen werden.

In dem Forum soll der Schwerpunkt auf den Verkehrskorridor Hamburg-Jütland gelegt werden, denn mit der für Dänemark wichtigsten Verkehrsachse Fehmarn-Kopenhagen-Göteborg beschäftigen sich bereits andere Gremien im Zusammenhang mit dem Projekt Fehmarnbelttunnel. Im Spiel sind hier u.a. dänische Investitionen in einige Umgehungsstraßen sowie Straßenverbreiterungen.

Parallel zu dem neuen Gremium arbeiten Experten des dänischen Ministeriums und des Ministeriums für Verkehr, Bau und Landesentwicklung von Mecklenburg-Vorpommern zudem an der Verbesserung der logistischen Verhältnisse zwischen Rostock und Kopenhagen. Der Güterverkehr auf See nimmt zu, weshalb die Reederei Scandlines zwei neue Fähren bestellt hat und für diese ein neues Terminal im dänischen Gedser baut. Dies schafft dort Probleme für das Nadelöhr beim landgebundenen Verkehr: die Stadtdurchfahrt Nykøbing. Hier ist eine Umgehungsstraße geplant, um die Verkehrsabwicklung zügiger ablaufen zu lassen und die Bewohner vor den Wellen durchfahrender Lkw und Pkw im Takt mit den Fährankünften in Gedser zu verschonen.

Dieser Artikel ist wichtig! Sichere diesen Journalismus!

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: Auf Grund der Coronakrise und dem damit weitgehend lahmgelegten öffentlichen Leben haben wir uns entschieden, zeitlich begrenzt die gesamten Inhalte unserer Internetpräsenz für alle Menschen kostenlos zugänglich zu machen. Dennoch benötigen wir finanzielle Mittel, um weiter für sie berichten zu können.

Helfen Sie mit, unseren Journalismus auch in Zukunft möglich zu machen! Jetzt mit wenigen Klicks unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung

Solidarisches Berlin und Brandenburg

Corona ist nicht nur eine Gesundheitskrise. Es ist auch eine Krise des Sozialen. Wir beobachten alle sozialen und sozioökonomischen Entwicklung in der Hauptstadtregion, die sich aus der Verbreitung des Coronavirus ergeben.

Zu allen Artikeln