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Abzug »ohne Garantie«

US-General sieht Ende des Afghanistan-Einsatzes skeptisch

Für ein Ende des internationalen Afghanistan-Einsatzes im Jahr 2014 gibt es nach Aussage des früheren Oberkommandierenden David Petraeus »keine Garantien«. Derweil geht der Terror am Hindukusch weiter.

Berlin/Kabul (AFP/ND). »Es wird schwer sein, aber möglich«, dass die ausländischen Truppen innerhalb der nächsten drei Jahre die Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Kräfte übergeben könnten, erklärte der US-General am Mittwoch im ARD-Morgenmagazin. Die Bundeswehr leiste im Norden des Landes einen Beitrag dazu. Im vergangenen Jahr habe es »wichtige Fortschritte« im Kampf gegen die radikal-islamischen Taliban gegeben.

Petraeus hatte das Kommando über die internationalen Truppen in Afghanistan am Montag an seinen Nachfolger General John Allen übergeben und wird nun neuer CIA-Chef. Am Dienstag hielt er sich zu Gesprächen mit Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) in Berlin auf.

In der zum Verantwortungsbereich der Bundeswehr gehörenden Stadt Masar-i-Scharif in Nordafghanistan sind am Mittwoch vier Zivilisten bei einer Bombenexplosion getötet worden. Elf Menschen seien bei der Detonation im Stadtteil Dascht-i-Schor verletzt worden, teilte die Polizei mit. Der Sprengsatz war demnach von einem Mann auf einem Fahrrad transportiert worden. Bei ihm handelte es sich um einen »Selbstmordattentäter«, sagte der Vize-Polizeichef der Provinz Balch, Abdul Rauf Tadsch. Da die Ermittler zunächst kein Ziel seines Angriffs ausmachen konnten, gingen sie davon aus, dass der Mann die Bombe vermutlich »aus Nervosität« zündete. Masar-i-Scharif gehört zu den ersten sieben Gebieten, in denen die internationalen Truppen die Sicherheitsverantwortung an afghanische Einheiten übergeben wollen.

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