Invasion des roten Stechers

Käfer macht Palmenarten an Spaniens Südküsten das Leben schwer

  • Von Rainer Funke
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.
Reste einer einst stolzen Palme

Der Picudo rojo geht wieder um. Er wird als gefräßig und nahezu unersättlich wahrgenommen und hat sich seit einigen Jahren mehr oder weniger bei europäischen Anrainern des Mittelmeers verbreitet, vor allem auch in spanischen Gestaden. Hier macht sich der »rote Käfer« oder »rote Stecher« mit dem wissenschaftlichen Namen Rhynchophorus ferrugineus – auch Palmrüssler geheißen – vor allem über die Kanarische und die Echte Dattelpalme her. Gelegentlich ist auch die Washingtonia betroffen.

Bei dem Picudo handelt es sich um einen etwa 3,5 Zentimeter langen Käfer. Seine Larven, auch als Sagowürmer bekannt, werden gar noch anderthalb Zentimeter größer. Sie fressen sich von oben her in den Stamm, treiben meterlange enge Höhlen durch das Holz. Die Wedel werden erst gelb, dann grau, hängen schlaff herab. Ehe der Befall bemerkt wird, hat die Palme ihr Dasein längst verwirkt. Das Resultat – ein Palmen-Torso von gar trauriger Gestalt.

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