Keine Abstriche beim Gehalt

EU-Beamte sollen länger arbeiten – behalten aber ihr üppiges Einkommen

  • Von Kay Wagner, Brüssel
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Die EU-Kommission hat erste Pläne zu veränderten Arbeitsbedingungen der rund 55 000 EU-Mitarbeiter ab 2013 vorgelegt. Sie sollen mehr und länger arbeiten, aber weiterhin viel verdienen.

Lukrative Posten: Eingang des EU-Kommissionsgebäudes in Brüssel

Steigerung der wöchentlichen Arbeitszeit von 37,5 auf 40 Stunden ohne Lohnausgleich, Anhebung des Rentenalters von 63 auf 65 Jahre, Abbau des Personals um fünf Prozent durch Verzicht auf Neueinstellungen bei altersbedingtem Ausscheiden: Das sind die Kernpunkte der Vorschläge, die die EU-Kommission zur Neuregelung der Arbeitsbedingungen von rund 55 000 EU-Beamten und sonstigen Mitarbeitern auf den Tisch gelegt hat. »Das ist ein ehrgeiziges Maßnahmenpaket, und es wird uns erlauben, bis 2020 eine Milliarde Euro an Personalkosten einzusparen«, kommentierte der slowakische EU-Kommissar Maros Sefcovic, unter dessen Führung die Vorschläge erarbeitet wurden.

Er folgte damit einer Aufforderung der beiden anderen großen EU-Einrichtungen, des Europäischen Parlaments und des Rates, des Gremiums der EU-Mitgliedsländer. Von dort war in der Vergangenheit immer wieder Kritik an den »luxuriösen« Arbeitsbedingungen der EU-Beamten laut geworden. Vor ...


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