Bessere Schule – bessere Bildung

Der Hirnforscher Gerhard Roth fordert in seinem jüngsten Buch eine intensivere Lehrer-Schüler-Bindung

  • Von Detlef Träbert
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Frage, wie Lehren und Lernen besser gelingen können, treibt viele um: Eltern, Politiker, Fachleute und Praktiker. In seinem jüngsten Buch gibt der Hirnforscher Gerhard Roth eine wissenschaftlich fundierte Antwort darauf, die frei von ideologischem Dogmatismus ist.

Gerhard Roths Hauptthese ist so simpel wie richtig: »Die Art, wie jemand lehrt und lernt, wird bestimmt durch seine Persönlichkeit«. Doch »Persönlichkeit« ist hochkomplex; was macht sie aus und wie kann man sie bildend beeinflussen? Roth versteht sein Buch als »Aufforderung zu einem vertieften Dialog zwischen Psychologen, Neurobiologen, Pädagogen-Didaktikern und Schul- und Bildungspraktikern« mit dem Ziel, einen Beitrag zu einer verbesserten Bildungswirklichkeit in Schule, Aus- und Weiterbildung zu leisten.

In zwölf Kapiteln führt der Autor aus, dass die Persönlichkeit gleichzeitig Voraussetzung und Rahmen für Lehren und Lernen bildet. Als wesentliche Elemente der Persönlichkeitsbildung beschreibt er Stressverarbeitung und Frustrationstoleranz, die Fähigkeit zur Selbstberuhigung, Selbstmotivation, Impulshemmung und den Umgang mit negativen Gefühlen, Bindungsfähigkeit, Empathie sowie Realitätssinn und Risikowahrnehmung. Eine Schule, ...


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