Eros, gemalt

Asiatische Kunst

  • Von Harald Kretzschmar
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Relativ lückenhaft sind unsere Kenntnisse von ostasiatischer Kunst. Schlaglichtartig erhellt wird gelegentlich und nur partiell japanische Kunstleistung. Im Falle einer Langzeitwirkung auf die eigene Künstlerschaft, zum Beispiel durch den traditionellen Farbholzschnitt (Ukiyo-e), wird das Ganze quasi zum Kultobjekt. Ähnliches ist für vergangene Jahrzehnte von der chinesischen Tuschzeichnung auf Rollbildern und im Farbdruck zu berichten. Wie da saftige Früchtchen und liebliche Tierchen, flott mit Schriftzeichen geschmückt, auf die weiße Fläche gesetzt sind, hat uns stets bezaubert. Aber was bei namhaften Meistern von den Nippon-Inseln so nebenbei mitgeliefert wird, eine charmante oder deftige Erotik – vom chinesischen Festland kannten wir solches noch nicht.

Zu einer kleinen Nachhilfestunde in Sachen China-Eros verhilft uns nun der niederländische Maler und Grafiker Ferry Bertholet (Jahrgang 1952). Er malt nicht nur selbst mit Vorl...


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