Wo die Sonne gefesselt wird

Machu Picchu – 100 Jahre nach ihrer Wiederentdeckung gibt die alte Inka-Hauptstadt in Peru noch immer Rätsel auf

  • Von Dieter B. Herrmann
  • Lesedauer: ca. 5.5 Min.
Das Sonnenobservatorium

Wir schreiben den 24. Juli 1911. Der damals 36-jährige US-amerikanische Archäologe Hiram Bingham befindet sich seit Monaten auf einer Expedition in Peru, begleitet von mehren Spezialisten verschiedener Disziplinen. Sein Ziel ist die sagenumwobene letzte Zufluchtstätte der Inkas vor den spanischen Eroberern: Vilcabamba. Von Cusco aus, der alten Hauptstadt des Inka-Reiches, hat sich Bingham in das unwegsame Gelände des Urubamba-Tales begeben und beginnt den mühsamen Aufstieg in die Bergwelt der Anden.

Bingham war nicht der Erste

Unbarmherzig brennt am Tage die Sonne, doch die Nächte des südlichen Winters sind verregnet und kalt. Durch diesen Dschungel voller giftiger Schlangen, gefährlicher schmaler Bergpfade und steiler Aufstiege kämpft sich Bingham Meter für Meter mühsam empor. In seiner Begleitung befinden sich schließlich nur noch ein Sergeant, der die Quechua-Sprache der Einheimischen versteht, und ein achtjähriger Eingeborenen-...


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