Verbrecher sollen büßen – und therapiert werden

Neuregelung der Sicherungsverwahrung / Eckpunkte greifen Vorgaben des Verfassungsgerichts auf

Größere Räume, Freigang und Therapien: Für die Reform der Sicherungsverwahrung für Schwerverbrecher hat das Verfassungsgericht deutliche Vorgaben gemacht. Der Bund greift sie jetzt auf.

Berlin (dpa/ND). Nach dem Grundsatzurteil aus Karlsruhe sollen die Rechte von Schwerverbrechern in der Sicherungsverwahrung gestärkt werden. Das geht aus ersten Vorschlägen des Bundesjustizministeriums für die bis 2013 nötige Reform hervor. Schon in der Strafhaft müssen die Täter individuell und intensiv psycho- oder sozialtherapeutisch behandelt werden. Gibt es keine Behandlung, darf der Täter nach der Haft nicht mehr in Sicherungsverwahrung genommen werden. Damit geht die Bundesregierung die Vorgabe des Bundesverfassungsgerichts an, wonach sich die Verwahrung deutlich von der Haft unterscheiden muss.

Die Eckpunkte...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.