Protest gegen barbarische Isolationshaft in Kalifornien

Strafgefangene seit drei Wochen im Hungerstreik / Solidaritätsdemonstrationen vor Haftanstalten

  • Von Max Böhnel, New York
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der heutige Freitag ist der 21. Tag des Hungerstreiks Tausender Gefängnisinsassen in Kalifornien. Mitte dieser Woche berichteten erstmals die großen USA-Medien, denen die staatliche Gefängnisbehörde California Department of Corrections and Rehabilitation (CDCR) den Zutritt zu den Haftanstalten verweigert, über die Proteste.

Laut CDCR haben in den vergangenen drei Wochen mindestens 6600 Häftlinge in Kalifornien die Nahrungsaufnahme verweigert. Die »Los Angeles Times« berichtete am Dienstag, Dutzende von hunger-streikenden Gefangenen mit starkem Gewichtsverlust würden inzwischen von Gefängnisärzten überwacht. Einige Häftlinge wurden wegen Schwächeanfällen oder Bewusstlosigkeit bereits auf Krankenstationen verlegt.

Der Hungerstreik richtet sich gegen die unmenschlichen Haftbedingungen im kalifornischen Strafvollzugssystem, das selbst bürgerliche Medien als »problematisch« bezeichnen. Im Mai hatte der Oberste Gerichtshof der USA angeordnet, dass Kalifornien die Zahl seiner Häftlinge wegen Überbelegung der Gefängnisse um mindestens 30 000 verringern müsse, um die Gesundheitsversorgung sicherstellen zu können. Die Haftbedingungen in Kalifornien seien »nicht zu vereinbaren mit dem Konzept von menschlicher Würde«. Sie würden »sinnloses Leid und Tod« verursache...


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