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Reeder fordern Söldner

Bundesregierung bereitet Zertifizierung privater Militärfirmen vor

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Zahl der Piratenüberfälle auf deutsche Schiffe nimmt zu. Eine Entsendung von Polizisten oder Soldaten hält die Bundesregierung weiterhin für unmöglich. Nun sollen Söldner das Sicherheitsloch stopfen. Hierfür würde eine Zertifizierung geprüft, sagte der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Hans-Joachim Otto, am Mittwoch auf einem Anti-Piraten-Gipfel in Berlin.

Der Einsatz von privaten Piratenschützern ist allerdings längst gängige Praxis. Auf jedem zehnten Handelsschiff weltweit fahren laut Dienstleistungsgewerkschaft ver.di inzwischen private, bewaffnete Wachleute mit. Reeder nennen noch höhere Zahlen. Die Internationale Schifffahrtorganisation (IMO), ein Ableger der Vereinten Nationen, stellt es den Staaten seit kurzem frei, Söldner einzusetzen, knüpft aber Forderungen an einen solchen Einsatz. So müssten die Regierungen »die Bedingungen festlegen, unter denen der Einsatz Autorisierter bewilligt« werde. Eine entsprechende Regelung hat die Bundesregierung bislang versäumt.

Das soll sich nun ändern. Der Parlamentarische Staatssekretär und Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Hans-Joachim Otto (FDP), hat einen »Prüfauftrag« an die Bundesregierung gestellt, »den Einsatz von privaten Sicherheitskräften zu prüfen«, erklärte eine Sprecherin auf Anfrage am ...


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