Spekulieren in Afrika

Investoren entdecken die Börsen zwischen Casablanca und Johannesburg

  • Von Hermannus Pfeiffer
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Wegen der Schuldenkrisen in Euroland und den USA suchen Anleger verstärkt nach Alternativen. Auch Afrika gilt zunehmend als attraktiv.

Wüsten und Hungersnöte, Flüchtlinge und blutige Bürgerkriege um seltene Rohstoffe prägen unser Bild von Afrika. Aber Börsen? Dabei verzeichnet der Kontinent seit einem Jahrzehnt hohe gesamtwirtschaftliche Wachstumsraten, und seit Jahren entwickelt sich die Konjunktur dynamischer als im Rest der Welt. Nicht nur der Norden des Kontinents, der seit längerem kräftige Wachstumsraten verzeichnet, sondern auch die Wirtschaft in Staaten südlich der Sahara nimmt zunehmend Fahrt auf. Wer nach wie vor lediglich die Probleme wahrnimmt, warnt die Royal Bank of Scotland in ihrem Anlegermagazin für wohlhabende Privatkunden, könnte eine der »letzten großen Wachstumsstorys« verpassen. Gemeint ist damit die Hoffnung auf rasant steigende Aktienkurse.

Erst die globale Wirtschaftskrise und die Rebellion im arabischen Norden unterbrach eine Wachstumsphase, die erstmals seit den 1960er Jahren deutlich über dem Bevölkerungszuwachs lag. Nach rund fünf Proze...


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