Washington auf der Bremse

Angekündigte Sparmaßnahmen werden die Konjunktur schwächen

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die USA haben zwar die Zahlungsunfähigkeit kurzfristig verhindert. Doch die Sparmaßnahmen in Höhe von 2,4 Billionen Dollar werden die schwache Konjunktur weiter bremsen.

Anastacia Leach braucht eigentlich neue Fenster. Doch die Englischlehrerin aus Toledo, Ohio, hat sich gegen den Kauf entschieden. »Ich zögere, überhaupt noch Geld auszugeben«, sagt sie. »Ich habe Angst vor der Dummheit unserer Volksvertreter.« Ihre Entscheidung schadet dem Baumarkt, in dem sie die Fenster gekauft hätte, dem Hersteller und dem Installateur.

Anastacia Leach ist nur eine von Millionen Amerikanern, die sich mit Blick auf die Haushaltsdebatte mit größeren Anschaffungen zurückhalten. Zwar haben der US-Kongress und Präsident Barack Obama mit ihrer Einigung vom Sonntag einen Zahlungsausfall der größten Volkswirtschaft der Welt vermieden. Doch von den geplanten Sparmaßnahmen sind Kürzungen in Höhe von einer Billion Dollar noch nicht genau definiert. Die Unsicherheit hält damit also an.

Auch ohne Zahlungsausfall hat die Wirtschaft Schaden genommen. »Die Bereitschaft der Verbraucher und Unternehmen, Risiken einzugehen, ist während ...


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