Werbung

Minsk: Keine Fusion Belarus-Russland

Äußerungen Putins zurückgewiesen

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Vertreter von Belarus haben den von Russlands Regierungschef Wladimir Putin geäußerten Wunsch nach einem Zusammenschluss beider Länder am Dienstag zurückgewiesen.

Minsk (AFP/ND). Außenamtssprecher Andrej Sawinych wollte Putins Äußerung zwar nicht direkt kommentieren, verwies aber auf eine Aussage von Staatschef Alexander Lukaschenko, der die Unabhängigkeit von Belarus in der Vergangenheit als »heilige Sache« bezeichnete. Putin hatte eine Fusion beider Staaten bei einem Treffen mit der Jugendorganisation »Naschi« am Montag »möglich und sehr wünschenswert« genannt. Den Zusammenbruch der Sowjetunion, der auch Belarus angehörte, bezeichnete er schon früher als die »größte geopolitische Katastrophe des zwanzigsten Jahrhunderts«.

Der belarussische Oppositionspolitiker Rygor Kazusew, der im vergangenen Jahr gegen Lukaschenko kandidiert hatte, sagte der Nachrichtenagentur AFP, Putins Aussage sei eine »Bedrohung« für sein Land. »Putin träumt davon, Belarus an Russland anzubinden, und hat es nun offen ausgesprochen«, erklärte er. Es sei schlimm, dass nicht alle Politiker in Minsk dies als Drohung auffassten. Mit seinen Äußerungen versuche Putin, aus der gegenwärtigen schweren Wirtschaftskrise, in der sich Belarus befindet, Kapital zu schlagen, sagte Kazusew.

Trotz einer seit Jahren bestehenden russisch-belarussischen Union haben sowohl Moskau als auch Minsk ihre bisherigen Systeme beibehalten und einen Zusammenschluss in den vergangenen Jahren nur wenig intensiv betrieben. Noch in den 90er Jahren wollte Präsident Lukaschenko dieses Projekt aber umsetzen. Beobachter sagten ihm damals Ambitionen auf das russische Präsidentenamt nach.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!