Flucht in die Provinz

Von idyllischen Uckermark-Landschaften und menschlichen Tragödien fern der Hauptstadt

  • Von Andreas Fritsche
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Mitte der 1980er Jahre zog die Uckermark manchen Aussteiger aus der DDR-Hauptstadt an. Das ist die Ausgangssituation des Buches »Vom Leben auf dem Lande«.

»Eines Morgens riss mich das Klingeln des Telefons aus dem Schlaf. Schluchzend berichtete mir eine Frau aus unserem Dorf, dass in Roberts Haus ein Toter liegt. Von diesem Tag an glaubte ich endgültig nicht mehr an das Märchen vom Frieden auf dem Lande.« Mit diesen Sätzen leitet Octavia Winkler ihr Buch über das Leben einer Ostberlinerin in der wunderschönen, aber doch nur scheinbar idyllischen Uckermark ein. Hinter den Kulissen ganz alltäglicher und auch komischer Szenen spielen sich menschliche Tragödien ab. Nicht immer kommt es zur Katastrophe.

Kleine Leute und das große Weltereignis des Mauerfalls, langsame, kaum spürbare Veränderungen und der plötzliche Umbruch, zarte Gefühle und heftige Gefühlsausbrüche. Winkler erzählt davon, indem sie ganz unterschiedliche Menschen beobachtet und beschreibt. »Vom Leben auf dem Lande« heißt dieses nicht allzu ...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.